Wichtige Reiseinformationen
Nepal
1. Nepal..... ein Land voller Geheimnisse
1.1. Geografische Lage
Das Königreich Nepal umfasst eine Fläche von 140.797 km², wovon etwa 136.800 km2 Landfläche sind, die restlichen 4000 km2 Binnengewässer. Nepal liegt zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde: Die tibetische Region von China im Norden und Indien im Süden, Westen und Osten. Nepal grenzt an die indischen Bundesstaaten Uttaranchal, Uttar Pradesh, Bihar, Westbengalen und das annektierte Königreich Sikkim (von West nach Ost). Im Norden liegt ein großer Teil des Himalajagebirges, unter anderem der Mount Everest, dessen Gipfel mit 8848 m über NN den höchsten Punkt der Erde darstellt, und sieben weitere der zehn höchsten Berge der Erde. Der tiefste Punkt dagegen liegt auf gerade einmal 70 m ü. NN, bei Kencha Kalan im Süden Nepals. Trotzdem ist Nepal noch das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt, über 40 % des Landes liegen über 3000 m.
1.2. Das Umland
Der Himalaja
Der Himalaja ist erdgeschichtlich mit ca. 70 Mio. Jahren ein relativ junges Faltengebirge, daher ist es weniger durch Erosion abgerundet und geglättet als andere Gebirge. Mehrere Flüsse, alle schließlich in den Ganges mündend, haben sich tiefe Schluchten durch die Berge gegraben, die des Kali Gandaki ist mit ca. 6000m die tiefste der Erde. Dieses gesamte Gebiet ist kaum besiedelt, jedoch beliebtes Reiseziel für Trekkingtouristen und Bergsteiger. Die einzigen Rohstoffe in den Bergen sind Quarz, Schiefer, kleine Mengen an Kupfer, Kobalt und Eisenerz. Jedoch wird mit bedeutenden, noch nicht entdeckten Rohstoffvorkommen gerechnet, außer den obigen auch mit Gold, Kohle und Blei. Deren Nutzung dürfte sich aufgrund schlechter Zugänglichkeit auch noch weiter herauszögern.
Das Terai
Das Terai, mit Höhen von 70 bis 150 m NN, bildet den nepalesischen Teil der Gangestiefebene. Es hat sich in den vergangenen 50 Jahren zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Siedlungsraum entwickelt. Obwohl das Terai nur 14 Prozent der Landesfläche ausmacht, leben dort 47 Prozent der Bevölkerung. Fruchtbare, wenig erosionsgefährdete Böden und ganzjährig frostfreies Klima, sowie gute Bewässerungsmöglichkeiten machen das Terai zur landwirtschaftlich wertvollsten Region. In dieser Ebene befinden sich auch nahezu alle Industrieansiedlungen außerhalb des Kathmandu-Tals. Durch das Terai verläuft der Mahendra-Highway als einzige Straße, die eine Ost-West-Verbindung ermöglicht. Neun Inlandsflughäfen befinden sich im Terai und bieten eine direkte Fluganbindung mit Kathmandu.
Das Mittelland
Die Siwaliks und die Mahabharat-Kette bilden den Übergang von Terai zum Mittelland, welches Höhen bis circa 3000 m NN erreicht. Das Mittelland hat ein sehr stark strukturiertes Relief. Faktoren wie Mikroklima, Böden und Geomorphologie variieren im Mittelland auf kleinem Raum, so dass auch die Bedingungen für die Besiedlung und Landwirtschaft stark variieren. Dennoch stellt das Mittelland das altbesiedelte Kernland Nepals dar. Hier leben 45 Prozent der Bevölkerung auf 30 Prozent der Landesfläche. Durch die hohe Reliefenergie ist das Mittelland hochgradig verkehrsfeindlich. Lediglich das Kathmandu- und das Pokhara-Tal, sowie die Ortschaften Jiri, Mugling und Dumre verfügen über eine Straßenanbindung. Kathmandu verfügt über den einzigen internationalen Flughafen des Landes. Darüber hinaus befinden sich drei Inlandsflughäfen im Mittelland.
Die Hochgebirgsregion
In den Talflächen konzentrieren sich fast alle Siedlungen der Hochgebirgsregion. Sommersiedlungen mit Weidewirtschaft reichen bis 5000 m NN. Die extrem hohe Reliefenergie und die hohen Monsunniederschläge (über 5000 mm) an den Südhängen tragen zur Bodenerosion bei und machen Landwirtschaft schwierig. Die im Regenschatten liegenden Nordseiten der Hauptkette erhalten hingegen sehr wenig Niederschlag (unter 200 mm), so dass Landwirtschaft kaum möglich ist. Forst- und Waldwirtschaft sind wichtige Standbeine der bäuerlichen Subsistenzwirtschaft im Gebirge. Insgesamt ist die Hochgebirgsregion Nahrungsmitteldefizitgebiet. Die wichtigste externe Einnahmequelle ist der Tourismus. Straßen sind nicht vorhanden. Lediglich vier Inlandsflughäfen verbinden die Gebirgsregion mit der Außenwelt. Als Konsequenz ist das Laufen zu Fuß, wie auch im Mittelland, die gängigsten Fortbewegungsart. Tendenziell sind die Hochgebirgsregionen schlechter entwickelt als der Rest des Landes. Insbesondere in den westlichen Teilen der Hochgebirgsregionen ist der Human Development Index deutlich geringer als im Landesdurchschnitt. Er weicht um 25 Prozent vom Durchschnitt ab.
2. Allgemeine Informationen
2.1. Einreisebestimmungen:
Um in Nepal einreisen zu können benötigen Sie ein Visum, welches Sie bei der Nepalesischen Botschaft in Berlin oder bei der Einreise am Flughafen Tribhuvan International Airport in Kathmandu erhalten.
Das Visum für eine einmalige Einreise kostet 30 $ und ist bis zu 60 Tagen gültig.
Das Visum für mehrmalige Einreise kostet 80 $ und gilt 60 Tage. Das Visum kann auch vor Ort um 30 Tage verlängert werden. Die Kosten betragen 50 $.
Impfungen sind nicht vorgeschrieben, mit Ausnahme für Reisegäste, die aus Ländern… Bei der Ausreise wird eine Ausreisesteuer erhoben. Bei Abreise in Länder Südostasiens und in Arabische Länder kostet die Ausreise NRP 1365.-. Die Ausreise in andere Länder, z.B. Europa kostet NRP 1695.-.
2.2. Bevölkerung:
Nepal ist ethnisch und kulturell ein Minoritätenmosaik. Bei einer Volkszählung im Jahre 2001 wurden über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie mehr als 70 unterschiedliche Sprachen und Dialekte gezählt. Dieses komplexe Gefüge ist zudem äußerst dynamisch. Dialekte werden zu Sprachen und Sprachen fallen auf die Stufe von Dialekten zurück. Kastengrenzen sind durchlässig. Zugehörigkeiten zu Ethnien und Kasten überschneiden sich oder hängen von der Perspektive des Betrachters ab.
2.3. Währung:
Landeswährung ist die nepalische Rupie, die heimliche Währung für Touristen ist jedoch der US Dollar, inzwischen wird auch der Euro akzeptiert.
Verlasst euch nicht nur auf Kreditkarten. Die Verbreitung ist nur sehr gering, vor allem ausserhalb Kathmandus.
2.4. Klima:
Nepal hat Klimata, die vom tropischen bis zum arktischen reichen. Der südliche Teil des Landes hat tropisches Klima, das sehr warm und feucht ist. Der mittlere Teil des Landes mit seinen zahlreichen Tälern hat angenehmes, subtropisches Klima. Der nördliche Teil hat in den Höhen über 3.500 m alpines Klima, das sich durch die sehr niedrigen Temperaturen im Winter auszeichnet.
Der Frühling geht von Mitte Februar bis Mitte April und ist heiß und staubig mit Vormonsun (Gewitterstürme). Der Sommer von Mitte Juni bis Mitte September ist regenreich mit Monsunregen, oft tagelang, das Klima ist heiß und feucht, in den Bergen fällt Schnee (für Trekkingtouren ungeeignet). Der Herbst ist warm mit klarem Himmel. Im Winter von Dezember bis Februar liegen die Temperaturen nachts bei 0°C und tagsüber bis ca. 18°C.
2.5. Sitten und Gebräuche:
Die Religion bildet einen integralen, tief verwurzelten Bestandteil des nepalesischen Lebens. Als Zeichen der Achtung wird erwartet, dass jeder Besucher beim Betreten einer hinduistischen oder buddhistischen heiligen Stätte seine Schuhe auszieht. Wenn man Tempel oder Stupas besichtigt, erweisen sich Sandalen oder Slipper als praktisch. Lederwaren darf man nicht in das Innere eines Tempels mitnehmen!
Bei Frauen gelten Miniröcke, Shorts und knappe Sonnentops, bei Männern nackte Oberkörper und kurze Hosen (die in Nepal nur von Angehörigen der untersten Kasten getragen werden) als ungehörig - erst recht natürlich in religiösen Stätten. Die linke Hand gilt als unrein und sollte daher weder zur Begrüßung noch beim Essen benutzt werden.
Man darf es auch nicht übelnehmen, wenn eine nepalesische Dame zögert, die Hand zu geben. In Nepal legen die Menschen, besonders die Damen, bei der Begrüßung die Hände in einer dem Gebet ähnlichen Form aneinander und sagen dabei "Namaste".
2.6. Religion:
90 Prozent der Bevölkerung sind Hindus. Daneben gibt es Moslems, Christen und Buddhisten
2.7. Tierwelt
Nepal beherbergt 30 Arten von größeren wild lebenden Tieren, über 800 Vogel- und 80 verschiedene Säugetierarten sowie zahllose Schmetterlinge. Der Tigerbestand wurde in den letzten Jahrzehnten stark dezimiert; die 30 bis 40 letzten Tiger stehen genauso wie das ein hornige Rhinozeros unter strengem Artenschutz.
In der Himalaya-Region leben Reh- und Hirscharten und in sehr abgelegenen Regionen diverse Bärenarten sowie Schneeleoparden, die man aber kaum zu Gesicht bekommt. Ein anderes Tier, das in höheren Regionen lebt, ist das Yak. Auch Dschungelkatzen, Schakale, Füchse und Hyänen sind hier zu finden sowie Pfaue, Kuckucke, Krähen, Adler, Geier und viele andere Vögel.
In manchen Gebieten wimmelt es von Rhesusaffen, die oft recht frech sind. Die Langurenaffen mit ihren schwarzen Gesichtern, die von weißen und grauen Haaren umrahmt sind, sind scheue Tiere.
Nepal galt bis vor Jahrzehnten noch als eines der artenreichsten Großwildgebiete der Erde. Allerdings wurde der Tierbestand inzwischen so stark dezimiert, dass man um die Überlebenschancen einiger Arten fürchten muss. So sah sich die nepalesische Regierung Anfang der siebziger Jahre (buchstäblich in letzter Minute) gezwungen, Nationalparks einzurichten und ein generelles Verbot für die Großwildjagd auszusprechen.
Nepals Nationalreservate sind keine Safariparks, man sollte sie nur mit kompetenter Führung besuchen. Gelegentlich zeigen sich Tiger, Nashörner und Kragenbären, die jedoch auch Besuchern gefährlich werden können.
2.8. Beste Reisezeit:
Das Tal von Kathmandu und das Pokhara Tal bereist man am besten zwischen Oktober und März. Die beste Reisezeit für Trekking-Touren in den Bergen geht vom Oktober bis November sowie von Februar bis April.
2.9. Impfvorschriften für die Einreise
Keine Impfvorschriften im direkten Reiseverkehr aus Europa.
Ausnahme:
Für Reisende, die sich innerhalb der letzten 6 Tage (vor ihrer Ankunft in Indonesien) in Ländern mit Endemie-Gebieten aufgehalten oder diese transitiert haben, ist eine Gelbfieber Impfung vorgeschrieben. Transitreisende, die in Nepal den Flughafen nicht verlassen, sowie Reisende, die, aus nichtendemischen Gebieten kommend, ein Endemiegebiet nur transitieren und dort den Flughafen nicht verlassen sind befreit von dieser Regelung.
2.9.1.Empfohlene Impfungen
Ein altersentsprechender Impfschutz sollte bei Kindern gemäss Impfkalender vorliegen, bevor zusätzliche Impfungen durchgeführt werden. Überprüfung und eventuelle Auffrischung der Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio ist auch Erwachsenen empfohlen. Mit dem Arzt spätestens 6 Wochen vor Abreise den persönlichen Impfplan besprechen!
Hepatitis A
Mit aktiven Impfstoffen kann auch wenige Tage vor Abreise als Einmaldosis ein ausreichender Schutz aufgebaut werden. Um einen mehrjährigen Impfschutz sicherzustellen, sollte nach 6-12 Monaten die Impfung wiederholt werden.
Bei Individualreisen unter schlechten hygienischen Bedingungen zusätzlich:
Typhus
Mit der Injektionsimpfung (1 Dosis) oder Schluckimpfung (3 Kapseln) sollte spätestens 10 Tage vor Abreise begonnen werden.
Meningitis
In den Monaten von November bis Mai für Trekking-Touren. Spätestens 10 Tage vor Einreise impfen. Die Schutzdauer beträgt etwa 3-5 Jahre.
Malaria
3. Touristische Attraktionen
3.1.: Sehenswürdigkeiten im Kathmandu Tal
Pashupatinath Tempel
Swoyambhunath Stupa
Kathmandu Durbar Sqare
Boudhanath Stupa
Bhaktapur Durbar Sqare
Changu-Narayan Tempel
Patan Durbar Square
Budhanil-Kantha Tempel
3.2.: Sehenswürdigkeiten um das Kathmandu Tal
Nagarkot
Dhulikhel
Daman
3.3.: Vom Kathmandu Tal weiter entfernte Sehenswürdigkeiten
Pokhara Tal
Manakamana Tempel
Gorkha Palast
Janaki Tempel
3.4.: Safari Parks
Royal Chitawan National Park
Jomsom & Muktinath Gebiet
3.5.: Sportliche Aktivitäten
Trekking
Bergsteigen
River Rafting, Kajak-, Kanu- und Bootfahren
Fliegen
Man muss nicht einen Berg besteigen, um die faszinierende Landschaft zu überblicken. Es werden in verschiedenen Gebieten, insbesondere um den Mt. Everest, Rundflüge angeboten.
Bungee Jumping
Mountain Biking
Paragliding
Ultra Light Flugzeuge
Vogelbeobachtungen
Jagen
Fischen und Angeln
Golf spielen










