Apamea

Hoch über dem Orontestal liegt diese antike Stadt, mit ihrer langen ruhmreichen Geschichte. Im 4. Jh. war die Stadt Mittelpunkt des Monophysitismus, einer Lehre, die in der Person Christi nur eine Natur, die Gottmenschliche, annahm. Leider ist die Stadt durch zwei Erdbeben (in den Jahren 1157 und 1170) stark zerstört worden. Der Wiederaufbau und die Sanierung der Ruinen konnten bis heute erst einen kleinen Teil der Geheimnisse der Stadt entschleiern. Knapp 7 km lange Befestigungsanlagen umgeben Apamea. Ein Aquädukt von 120 km Länge versorgte die Zisternen der Stadt mit Wasser. Das römische Theater mit der 145 m langen Fassade ist eines der größten aus der Römerzeit. In Apamea war der Decumanus (die Hauptstraße) 2 km lang und 37,5 m breit, also ein Boulevard. Auf der ganzen Länge begrenzten ihn von hohen Säulen getragene Bogenhallen. Zu besichtigen sind die Hauptstraße (Decumanus), das Theater, das Christenviertel mit der Kathedrale und den anderen Kirchen, deren Böden mit kostbaren Mosaiken geschmückt sind, der Tempel der Göttin Fortuna und die Überreste der Agora. Etwa 5 km nördlich von Apamea wurde die Klosteranlage Nikertal entdeckt. Es ist die erste Klosteranlage in Syrien und wurde 330 n. Chr. gegründet.

 

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